Die Höhe eines eventuellen Wertminderungsanspruches kann in der Regel erst durch ein Sachverständigengutachten festgestellt werden. Ohne unabhängigen Kfz-Sachverständigen verzichten Autofahrer häufig auf Wertminderung bis zu mehreren tausend Euro.

 
  Dem Geschädigten steht es frei, sich die Reparaturkosten vom Unfallgegner, sprich der gegnerischen Haftpflichtversicherung, auf der Basis eines von ihm vorgelegten Schadengutachtens erstatten zu lassen (fiktive Abrechnung).

 
  Sie haben das Recht, Ihr Fahrzeug in einer von Ihnen ausgewählten Werkstatt Ihres Vertrauens reparieren zu lassen.

 
  Benötigen Sie keinen Mietwagen und Ihr Fahrzeug steht Ihnen unfallbedingt nicht zur Verfügung, können Sie statt des Mietwagens Nutzungsausfallentschädigung verlangen. Die Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Fahrzeugtyp. Die Eingruppierung des Fahrzeuges, nach der sich die Höhe des Nutzungsausfalles richtet, wird durch den tätigen Kfz-Sachverständigen vorgenommen.

 
  Seien Sie stets skeptisch, wenn Ihnen insbesondere von der Haftpflichtversicherung des Unfallgegners die gesamte Abwicklung des Schadens angeboten wird. Bei vorbenannter Schadensteuerung besteht das Risiko, dass der Schaden gegen Ihre Interessen im Sinne des Haftpflichtversicherers vorgenommen wird. Durch das Schadenmanagement der Versicherungswirtschaft werden Ihre unabhängigen Berater (Kfz-Sachverständige und Rechtsanwälte) häufig ausgeschaltet; letztlich zum Nachteil des Geschädigten. Bezeichnenderweise hat der Verkehrsgerichtstag in Goslar 1999 das Schadenmanagement durch Versicherer eindeutig abgelehnt.