Gibt es Ausnahmen von dieser Kostentragungspflicht?

 
    Liegt der Schaden für den Laien ersichtlich unterhalb der Grenze zwischen € 600,-- und € 800,-- kann die Einschaltung eines Sachverständigen entbehrlich sein. In diesen Fällen der sog. Bagatellschäden zahlt die Versicherung den Gutachter in der Regel nicht; eine Einhaltung dieser Grenzwerte bedarf jedoch einer Einzelfallprüfung.

 
  Reicht es nicht aus, wenn die Versicherung des Unfallgegners einen eigenen Sachverständigen mit der Schadensfeststellung beauftragt?

 
    Der Geschädigte ist gut beraten, wenn er generell auf eine Einschaltung eines unabhängigen Sachverständigen besteht; entgegenstehende Weisungen der gegnerischen Versicherung sind nicht zu beachten. Schließlich ist zu bedenken, daß der Sachverständige der Versicherungsgesellschaft bei der Versicherung tätig ist, die den Schaden letztlich zu bezahlen hat. Der Geschädigte sollte daher einen Sachverständigen seines Vertrauens beauftragen, der sicherstellt, daß auch Wertminderung und Nutzungsausfall neben dem reinen Blechschaden richtig ermittelt werden. Im Totalschadenfall des jeweiligen Objektes ist die fachgerechte Ermittlung des Wiederbeschaffungswertes und die marktgerechte Benennung des Restwertes von größter Bedeutung.